Heizen mit Holz?
Viele schütteln meistens ungläubig den Kopf, wenn man erzählt, daß man sein Haus mit Holz oder Holzpellets beheizt:
“Wie jetzt?
Das haben die Leute doch früher gemacht und da muß man doch ständig nachlegen, weil doch das Holz so schnell abbrennt.
Ein moderner Hausherr hat doch Gas und Solar…”
So oder etwas ähnliches hat sicher jeder schon mal erlebt, der eine Holzheizung sein Eigen nennt. Zumindest skeptische Blicke kann man ernten, wenn man die Frage nach dem obligatorischen Ergasanschluß verneint.
Aber diese Vorurteile oder selbstgefaßten Meinungen sind sehr verbreitet. Man wird diese nur mit unermüdlicher Aufklärungsarbeit beseitigen können.
Fangen wir also mal an.
Im Laufe der Jahre sind die Heizkessel für Öl und Erdgas immer mehr zu technischen Wunderwerken mutiert. Ein einfacher Vergleich zu Erdgasheizungen vor 10 Jahren zu den heutigen Gasthermen ist schon phänomenal was die Energieausbaute angeht.
Genauso verhält es sich mit den Feststoffbrennkesseln.
Man kann eigentlich die früheren Heizkessel (Schwerkraftheizung Kohle und Holz) mit den heutigen Holzkesseln gar nicht mehr vergleichen.
Da wo früher der größte Teil der Heizenergie im Schornstein verschwand, wird heute mit ausgeklügelter Technik soviel Energie erzeugt, um komfortabel Heizung und Warmwasser zu erwärmen.
Moderne Heizkessel (Pellets/Stückholz) haben heute Abgastemperaturen im Betrieb von ca 160 Grad und weniger. Das heißt, daß hier die erzeugte Energie optimal genutzt werden kann und nur wenig im Schornstein verschwindet. Gleichzeitig sinkt damit auch der Verbrauch an Heizmaterial.
Und nun zum Komfort.
Der ist kaum anders, als bei Gasheizungen. Die Pellets werden aus einem Vorratsbehälter mit einem Austragungssystem dem Heizkessel zugeführt. Dieser startet die Verbrennung automatisch (meisten durch ein Heißluftgebläse) und steuert dann die Verbrennnung. Man muß dann nur noch die Asche herausnehmen. Und das auch nur wenige Male im Jahr, da die Pellets so verbrennen, daß ca. 0,5 % Asche entstehen.
Und die kann man prima als Dünger im Garten verwenden.
Der nächste Punkt ist das leidige Thema Kosten.
Der Bauherr muß in der Regel sowieso schon hin und her kalkulieren und das eine oder andere geplante Extra streichen.
Wenn er dann den Preis für eine Pelletsheizung mit dem notwendigen Zubehör hört, dann sträuben sich ihm meist die Haare.
Leider ist der Preis für so eine Pellets- oder Stückgutheizung oft noch recht teuer. Vielleicht wird das auch in der nahen Zukunft etwas besser werden, wenn mehr Menschen auf diese Art der Heizung umsteigen, aber momentan muß man doch mehr ausgeben, als wenn man eine Erdgasheizung kaufen würde.
Um dem entgegenzuwirken hat der Bund ein Marktanreizprogramm ins Leben gerufen und fördert diese Anlagen mit mind. 1700 Euro.
Ich persönlich habe nämlich auch so gerechnet:
Kosten der Anlage - Förderung -Wegfall Erdgasanschluß = schon fast bezahlbar.
Die weitere Einsparung kommt dann nämlich im laufenden Betrieb. Die Pelletspreise sind nämlich recht stabil und liegen unter dem Gaspreis (siehe auch die Infos bei C.A.R.M.E.N. dazu).
Und welcher hypothekenbelastete Bauherr hört so etwas nicht gern:
Man verringert damit die Betriebskosten für das Haus .