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Wie ich Pelletsheizer wurde 20.09.2004

Einer muß ja den Anfang machen. So auch bei den Erfahrungsberichten.
Und diese sind ja nun mal hochinteressant für Leute, die vielleicht umsteigen wollen.

Wie bin ich nun an diese Materie gekommen?

Bei der Hausbauplanung hatte ich eigentlich dem Thema Heizung nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Anderes, wie etwas Raumaufteilung, Bauart usw., war uns erst einmal wichtiger.

Aber irgendwann sprach mein Bauleiter dieses Thema an und ich wurde neugierig. Der hatte nämlich sowas schon mal bei einem Haus einbauen lassen.
Also versuchte ich, soviel wie möglich über das Thema Heizen mit Holz und Pellets zu erfahren. Wichtiger Anlaufpunkt war hier das Forum bei bau.de. Allein das Lesen der gesammelten Beiträge war sehr informativ und es begannen sich zwei, drei Hersteller herauszukristallisieren, die in den Meinungen der anderen User sehr gute Kritiken bekamen.
Und da setzte ich dann an. Man spricht mit Vertretern, holt sich Angebote ein usw.
Und ich bekam auch so langsam eine Vorstellung davon, was ich so wollte.

Der Heizkessel
Ich wollte nämlich einen kombinierten Kessel, der Pellets und auch Stückholz verfeuern kann.

“Ui.”
Werden da einige sagen. Der kann im Wirkungsgrad nie so super sein, wie ein reiner Pelletskessel.
Das mag sein. Aber mir macht es nichts aus Holz zu hacken und das Holz bekommt man hier auch recht günstig(teilweise für lau) ran, so daß man dadurch mehr Pellets und Kosten spart, als daß es auffallen würde, wenn der Wirkungsgrad schlechter wäre. Und die Freiheit möchte ich auch nicht mehr missen, selbst zu entscheiden, wann ich Pellets spare und Holz auflege.

Bei meiner Suche bin ich dann irgendwann bei Fröling (Österreich) gelandet.
Das Konzept des regionalen Vertreters war stimmig und wir kamen ins Geschäft. Da man als Bauher unentwegt auf die Kosten sehen muß, kam er mir noch entgegen und bot mir verbilligt eine Musteranlage zur Selbstabholung an.
Das Angebot nahm ich natürlich an. War ja auch kein Problem, mit drei Heizungsfachkräften in der Familie und Bekanntschaft, den Kessel ab- und wieder aufzubauen.

FHG Turbo Eco mit Pelletsautomatik

Ich habe also jetzt hier im Keller einen FHG Turbo Eco mit Pelletsautomatik zu stehen. Dadurch, daß er bereits als Musterkessel in einer Ausstellung sein Dasein fristen mußte, ist er natürlich nicht mehr das neueste Modell(BJ 2002).
Es gibt ihn(glaube ich) in dieser Version nicht mehr zu kaufen.

Ich bin aber zufrieden mit der Anlage. Mit wenigen Handgriffen ist der Kessel von Pellets- auf Scheitholzbetrieb umgestellt. Und soweit ich das einschätzen kann, läuft die Verbrennung optimal. Diese Anlage besitzt eine Lambdaregelung. D.h., sie kontrolliert ständig den Restsauerstoff im Abgas und regelt entsprechend die Verbrennung. Ich steh da so manches Mal vor der Anlage und sehe fasziniert dem ganzen Treiben zu.
Wer nicht weiß, daß ich mit Holz heize, würde das an den Abgasen, die aus dem Schornstein kommen, auch nie erkennen. Die sehen nämlich so aus, als wäre hier eine Gastherme verbaut. Also kein Qualm, kein Gestank.

Plus/Minus/Fazit
Wer keinen Platz hat, muß sich wirklich überlegen, wie er die Gesamtanlage unterbringt.
Bei mir ist ein(recht großer) Kellerraum voll mit Heizkessel, Pelletssilo, Pufferspeicher und Boiler.
Die Gesamtkosten sind höher, als bei einer Gastherme und schrecken vielleicht erst einmal ab. Ich bin selbst nicht so ein “Öko”, dem die Kosten egal sind, um nur ökologisch zu heizen. Deshalb habe ich in die Kostenrechnung die Förderung der BAFA und den Wegfall des Erdgasanschluß hineingerechnet.
Damit wird es schon billiger, aber es sind i.d.R. immer noch Mehrkosten gegenüber der herkömmlichen Gastherme.
Man muß im laufenden Betrieb etwas Arbeitszeit für seine Heizung aufwenden. Das sind im Normalfall ein paar mal im Jahr die Asche entsorgen(prima Gartendünger).
In meinem Fall kommen bei Stückholzbetrieb noch das normale Heizen und etwas mehr Asche dazu. Und natürlich das Holzhacken…
Das sollte man mit einkalkulieren.

Dafür kann man dann mit weniger Betriebskosten für sein Haus rechnen, was ja den Bauherrn auch wieder aufatmen läßt. Und ökologisch ist es außerdem. Das Co2, daß bei der Verbrennung ensteht, wurde ja vorher der Luft durch die Bäume entnommen.

So.
Das sollte als erster Eindruck erst einmal reichen. Bei Fragen zum Beitrag einfach diese in den Kommentaren hinterlassen.

Kommentare»

1. Marcus - 07.11.2004

Hallo Uli,
wie groß ist dein Pufferspeicher.
Wie groß war das Invest für den Fröhling Ofen?
Gruß
Marcus

2. jk - 07.11.2004

Wer ist Uli ?
Also mein Pufferspeicher ist 750 l groß.
So ein “Holzofen” ist erst einmal teuer, als eine Gastherme. Meiner war auch teurer. Ich kann hier aber nicht groß was darüber schreiben, da ich den zu besseren Konditionen bekam, da er ein Ausstellungsstück war.

Gruß
jk

3. Karin - 05.04.2006

Heizt der Kessel nur Din-Pellets oder auch Minderpellets?

4. jk - 05.04.2006

Also ich habe hier auch schon 8 mm Pellets verheizt und keine Probleme festgestellt.
Demnächst kann ich wahrscheinlich hier solche Pellets zu kleinen Preisen hier anbieten.

5. Karin - 15.04.2006

Klingt interessant mit den Minderpellets, können Sie mir
Infos über Lieferanten übermitteln, ist in unserer Region in
Berlin-Brandenburg noch schwierig. Danke

6. nicks.txt - 07.08.2009

map_all_freegorahe.com4.txt;15;20


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